The Bullet Undertaker

Wilkommen auf unseren Seiten, für alle Freunde des gepflegten Auto Trial Sport.




Läufe und Offroad 2014

Die Saison hat nun begonnen. Im Grunde schon am Osterwochenende, mit dem Deutschlandtrial in Rüdersdorf. Wir haben über Ostern Familienpflege betrieben und somit nicht teilgenommen.

Am 03.05.2014 sind wir also frisch in den Offroadcup Berlin-Brandenburg in Basdorf gestartet.

03.05.2014, Basdorf , 1. Lauf

Da wir nun mit Sperre unterwegs sind, haben wir uns viel vorgenommen. Von unserem Vorhaben ist wertungstechnisch nicht viel übrig geblieben. Dafür haben wir aber sehr viel probieren können und gemerkt was geht und was nicht geht.

Wir konnten die Technik erstmalig im Wettkampf testen.

Wir mussten schmerzlich lernen, dass eine Sperre nicht dazu taugt, überall da rüber zu kommen, wo es ohne Sperre auch nicht geht. Die Sperre ist nur in manchen Situationen dienlich.

So brauchten wir drei Sektionen, um festzustellen, dass eine Sperre keine Brechstange ist und haben uns auf das konzentriert, was wir letztes Jahr immer recht gut gemacht haben. Wir haben die restliche Sektionen ruhig und durchdacht abgespult, und das Knöpfchen nur noch selten benutzt. Nämlich dann, wenn der Vortrieb in den Verschränkungen zu Ende ging. Und siehe da, es hat den Rest des Tages ausgezeichnet geklappt. Leider war die Wertung futsch und wir haben uns im letzten Drittel des Feldes wiedergefunden.

Zu allem Überfluss hat ein ''Sportskollege'', wenn man den noch so nennen darf, ein Trassenband abgebaut und verschwinden lassen, nachdem wir diese Sektion schon gefahren sind. Das heißt im Klartext, wir hatten es schwerer da unsere Gruppe geschlossen an dieser Stelle einen Rücksetzer in Kauf nehmen musste, während dieser Spaßvogel den durch entfernen dieser Engstelle gespart hat. Wir haben das bemerkt. So ist Sektion 1 komplett gestrichen worden und hat das Feld in den Endwertungen verrückt.

Was geht in solchen Augenblicken durch den Bregen dieser Knallköppe?

Das ist zu tiefst unsportlich. Wenn Du nicht das Zeug zum ehrlichen Wettstreit im Offroad hast, fahre mit dem Dreirad Slalom im Kindergarten !

Sibbi und Stöpsel sind am Ende des Tages zwar Müde gewesen, aber recht zufrieden, auch mit unserem  Ergebnis. Sibbi hat in Zukunft die Aufgabe Stöpsel von Kamikaze- Aktionen abzuhalten und für Ruhe zu sorgen. Es war ein toller Tag !


Hier hat das Schicksal, bzw. Unvermögen seinen Lauf genommen. Zum Schluss musste der Abschleppdienst kommen.

 





Nachher war alles wieder easy.

Wir hatten wieder Spaß und es flutschte, nicht zuletzt dank Sperre !

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24.05.2014, Rüdersdorf, 2. Lauf

Nach der Ernüchterung im 1. Lauf in Basdorf haben wir uns Besserung geschworen. Vorweg, es hat geklappt.

Die Fehler, die wir gemacht haben lasten dieses Mal auf beiden Schultern. Sibbi hat es verpeilt anzusagen, dass die Torstange auf seiner Seite vom Auto verdeckt war, er konnte sie nicht sehen, sagte aber nichts. Die Folge war ein lautes Knacken, nachdem Stöpsel guter Dinge, weil seine Seite hat er gesehen, rückwärts drauf losfuhr. Das Knacken kündigte 40 Fehlerpunkte auf unserem Konto an, Torstange umfahren.

Stöpsel hatte hingegen aus Schludrigkeit eine Kugel gerissen, weil er das letzte Tor in der Sektion nicht mehr ernst genug genommen hat und anfing mit Sibbi zu quatschen, anstatt sich auf seine Seite zu konzentrieren. Folge weitere 20 Fehlerpunkte.

Zusammen 60 Fehlerpunkte, geteilt durch den Handycapfaktor von 3,777 machte 15,89 Wertungspunkte. Das war es mit dem Treppchen.

Aber so ist es eben. Die Leistungsdichte in der Serie ist sehr groß geworden und die Konkurrenz immer mehr.

Aber, Platz 6 ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem letzten Jahr und des ersten Laufes in Basdorf.

Wir haben tatsächlich einen Nuller geschafft. Das heißt keine Fehlerpunkte in einer kompletten Sektion. Zum anderen haben wir teilweise nur soviel Rücksetzer gebraucht, wie die besten Suzuki's. Das war einfach ein großartiges Gefühl wieder im Rennen zu sein nach so langer Zeit vermurkster Läufe, ``Rückwärtsdrehung in die Neueinsteiger`` und einem bescheidenen Saisonstart 2014 in Basdorf.

Uns ist klar, dass es auch wieder schlechtere Tage geben wird. Aber unsere Zufriedenheit ist riesig. Einziger Wehrmutstropfen ist natürlich, wenn das Ziel so greifbar nah ist und durch eigene blöde und vor allem vermeidbare Fehler vermasselt wird, trübt das etwas die Stimmung. Was wäre wenn ? Müßig darüber nachzudenken. Fakt ist, wir sind in Schlagdistanz gekommen, was letztes Jahr und in Basdorf lange nicht abzusehen war.

Herzlichen Glückwunsch Sibbi und Stöpsel.- Gut gemacht !

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14.06.2014, Pasewalk, 3. Lauf

Pasewalk ist für uns, wie schon häufig geschrieben, ein Familienevent. Da wird gezeltet, da werden bis lange in die Nacht Benzingespräche geführt und nette Menschen kennen gelernt.

Dieses Offroadwochenende wird jedoch lange von sich Reden machen, nicht nur bei unserer  Crew.

Es war kein Offroad, es war eine Schlacht !

Eine Schlacht die einige Opfer gefordert hat.

Die Bilanz sieht so aus:

Fast 1/4 aller Starter sind umgekippt oder haben sich überschlagen.

Davon einige in der Serie.

Bei den Verbesserten war der König, der nicht sein Seitenblech flach auf die Erde legte.

Eine Sektion in der Serie ist von nur einem einzigen Fahrer bewältigt worden. Alle Anderen mussten an dieser Stelle abbrechen.

Die Fahrzeuge, deren Fahrer sich dort ernsthaft versucht haben, sind wie unser Undertaker mit Mecklenburgvorpommerschen Lehm um viele kg schwerer geworden. Das was wir nach dem Kärchern auf unserer Stellfläche wieder gefunden haben, reicht zum auffüllen einer mittlere Baugrube.

Mit Sicherheit hat das Wetter auch das Seinige dazu getan und durch Niederschlag das Lehmloch mit reichlich Wasser gefüllt und es zu einer hellbraunen klebrigen Masse gemacht.

Eva und Wolfgang, die seit Beginn unserer Läufe in der Serie, schon fast unsere Mentoren sind und mit ihrer beneidenswerten Seelenruhe unsere Läufe bei der IG Offroadsport geschrieben und begleitet haben, haben sich einmal komplett überschlagen.

Sie sind tapfer wieder eingestiegen und zu Ende gefahren.

 !!!Bravo !!!

Es gab keine Verletzten und allem Anschein nach konnten alle Autos weiterfahren.

Unsere eigene Leistung konnten wir während des Wettkampfes gar nicht einschätzen. Nach der ersten Kugel und der ersten Stange war Trübsal angesagt. Nach und nach kamen aber Meldungen aus den anderen Gruppen. Dort war auch nicht alles glatt gelaufen. Das machte wieder Hoffnung.

Die Tore waren wieder enger gesteckt, auf 220 cm, entgegen der Breite von 240 cm, die z.Z. bei der  IG Offroadsport favorisiert wird. Die Kurse waren geprägt von beängstigenden Schräglagen. Wir hatten mit den Rädern an der einen Torstange und mit der Dachkante an der anderen Kontakt. Wir mussten uns lediglich entscheiden welche Kugel wir reißen.

Zum Schluss waren wir erster Verlierer. Der zweite Platz sieht mal ganz gut in der  Statistik aus.

Wir haben ein klasse Wochenende in Pasewalk gehabt. Wie immer haben sich die  Verantwortlichen viel Mühe gemacht. Die Teilnehmerzahlen waren wie so oft enttäuschend.

Sportsfreunde, was ist mit Euch los ? 

Als erstes ist immer Aufbauen angesagt.

Dieses unscheinbare Loch sollte sich noch als Kriegsschauplatz entpuppen.

Für so tief und schmierig hat es nämlich Anfangs keiner gehalten. !!! Video !!!

Sibbi bei der Arbeit.

Schräglagen bestimmten das Streckenbild.

Zu Fuß schon schwierig.

Mit Auto auch.

Victory = Sieger waren alle die den Tag heil durch kamen.

Freundschaften wurden geschlossen.

Auch tierische.

Die Erde von halb Meck-Pomm in allen Ritzen.

Erinnert an volle Windeln.

  Endlich ziert mal wieder was das Blechle.

Nach der Aufregung kehrte dann irgendwann wieder Ruhe ein.

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16.08.2014 Pasewalk

Dieser Lauf sollte ein ganz besonderes Trial werden. Nicht das wir uns Besonderes vorgenommen haben oder wir große Ereignisse erwarteten. Wir haben diesen Trial unserem Fanclub aus Meckpomm gewidmet, die seit einiger Zeit ehrliches Interesse an unseren Aktivitäten im Motorsport zeigen und dem jüngsten Spross unserer Familie nördlich von Pasewalk die Möglichkeit eröffnet, mit unserem Undertaker am Wettkampf teilzunehmen.

So ist Richard, mit so eben 18 Jahren, bei den Neueinsteigern, N2, gestartet. Wir sind entsprechend dem Regelwerk im selben Auto, auf den selben Kursen bei den ewigen Neueinsteigern mitgefahren.

Die Kurse waren naturgemäß für kleine Suzukis ohne großen Schwierigkeitsgrad zu fahren. Der Asia in unserer Gruppe passte auch noch ganz gut durch die Kurse, aber schon mit etwas Gefummel, jedoch mit einer bestechend guten Crew, wären der Wrangler in unserer Gruppe und unserer Pajero wie Wahlfische wirkten, die sich durch einen Gebirgsbach zwängten.

Richard hatte aber als Neueinsteiger das Privileg, mit einem großen Auto in einer eigenen Klasse gewertet zu werden, die N2. Abgesehen davon, das er nur alleine mit so einem Dickschiff angetreten ist und somit sowieso den  1. Platz reserviert hatte, brannten wir auf die Punkte am Ende. Richard war nämlich höllisch gut unterwegs. Das erste Mal dabei und mit einem ihm unbekannten Auto legte er eine reife Vorstellung auf's Parkett und war tatsächlich auf sieben Wertungspunkte zu dem ersten der N1 herangerückt. Nachträglich ist der Schuldige schnell gefunden. Er selbst hatte in einer Sektion im letzten Tor eine Kugel wegen sträflicher Unaufmerksamkeit gerissen. Dieses Missgeschick und die anfangs noch etwas schwer einzuschätzenden Fahrzeugmaße, hatten ihm die beste Wertung bei den Neueinsteigern, N1 und N2 des Tages gekostet. Aber so ist es eben. Es ist anzunehmen, dass er jetzt Blut geleckt hat und evtl. öfter in Pasewalk anzutreffen ist. Warten wir es ab.

Stöpsel ist ohne große Erwartungen auf das Treppchen in diesen Lauf gegangen. Naturgemäß ist es bei den ewigen Neueinsteigern so, je größer das Auto, je schlechter die Platzierung. Allerdings hatten  Sibbi und Stöpsel die Vorgabe, an diesem Tag riesig Spaß zu haben. Das war auch so. Wir haben probiert, gezaubert und teilweise die Kugeln an unserem Blech lang rollen lassen ohne sie runter zu schupsen. Das hat uns teilweise schon zum Lachen gebracht. Wenn es in der Serie mal auch so klappen könnte ! Sibbi hat tolle Arbeit geleistet. So sind wir mit dem  4. Platz belohnt worden. Von den Großen waren wir die Besten und selbst ein Suzuki haben wir hinter uns gelassen. 3 Punkte fehlten uns zum Treppchen. Sibbi und Stöpsel werden noch lange streiten, ob Sibbis Kugel oder Stöpsel's das Treppchen gekostet hat. Man muss aber sagen das wir ohne Druck volles Risiko gegangen sind und viel experimentiert haben.

So ist ein aufregendes Familientreffen zu Ende gegangen. Wir haben dem angekündigten schlechten Wetter mit guter Laune getrotzt und riesig Spaß gehabt.

Vielen Dank an die  Verantwortlichen in Pasewalk. Leider ist wieder mal eine große Chance, einen tollen Trialtag in Pasewalk zu verbringen, von vielen Sportskollegen des Offroad Cup Berlin - Brandenburg nicht genutzt worden. Die Mühe unserer Sportskollegen in Pasewalk ist wieder mal nicht belohnt worden. Wir hoffen, sie halten durch bis wieder bessere Tage kommen und Ihr Arrangement mit einer großen Teilnehmerzahl gewürdigt wird.

Zum Anderen wird in Grönningen ein Wertungslauf des Offroad Cup Berlin Brandenburg aufgerufen und die Sportskollegen schaffen es nicht einmal bis Pasewalk.

Stöpsel mal auf dem Beifahrersitz.

!!! Spaß hat es allen gemacht !!!

Richard hat seine Sache sehr gut gemacht.

Das Basislager viel etwas größer aus als sonst und beherbergte dieses Mal    8 Personen, 2 Hunde, 5 Fahrzeuge, 1 Trailer und 4 Zelte.

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Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Bis nächstes Mal.

Ende dieser Saison !

Zum Einen gut, zum Anderen schlecht.

Gut ist eine Anschaffung, die es uns in Zukunft erlaubt etwas flexibler bei den Kursen nächtigen zu können. Bisher war ein, zugegebener Maßen, geräumiges Zelt unsere Herberge. Stöpsel war aber an jedem Zeltwochenende zwei Mal gestresst. 1. Mal aufbauen, 2. Mal abbauen. Das hat jetzt sein Ende.

Unser WOMO soll in Zukunft unseren Trailer zu den Wettkämpfen ziehen und gleichermaßen unser Nest sein. Dazu muss unsere bisherige Zugmaschine, unserer Galaxy von uns gehen. Er war ein treuer Begleiter und ein tolles Arbeitstier. Nutz aber nix, Geld können wir nicht drucken.

Schlecht deshalb. weil wir uns vorgenommen haben, viele Läufe 2014 zu absolvieren. Den letzten Lauf, den wir in Pasewalk gemacht haben, war auch noch bei den Ewigen Neueinsteigern.

Somit fällt das Gesamtergebnis mager aus.

Wir haben diese Saison mitmischen können und für das eine oder andere Mal sogar glänzen können. Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir uns keine Gedanken mehr darüber machen müssen, ob wir in der Serie richtig sind.

Ganz klar, das sind wir !

Wir wollen Spaß haben und wissen, dass wir an einem guten Tag auch vorne mitfahren können. Das reicht uns. Wir haben unser Klassenziel damit erreicht.

  

Nach der Saison ist vor der Saison. Bis nächstes Mal.

Wir sehen uns im Modda !