The Bullet Undertaker

Wilkommen auf unseren Seiten, für alle Freunde des gepflegten Auto Trial Sport.




Geschichte 2010-2011

Mit dem Offroadvirus sind wir durch einen Kollegen vom Crew- Mitglied Stöpsel infiziert worden. Der hatte uns zu den Offroadtagen in Paaren gelotst und uns auch noch fahren lassen. Nach kurzer Überlegung stand fest, dass müssen wir auch machen. Der Materialeinsatz hält sich für Motorsport in Grenzen und das Pikup fahren über ein paar Feldwege, füllte uns auch nicht aus.

Im Frühjahr 2010 haben wir uns einen Pajero L040 aus einer Ecke Deutschlands geholt. Wir haben dieses Auto auf einer großen Auto- Verkaufsplattform gesehen.


Hersteller

Mitsubishi

Typ

Pajero I , L040 , kurz , 3-Türen

Motor

3 l , V6

Getriebe

Hand - Schaltung

Allrad

4x4 , Untersetzung , keine Sperre , Freilaufnarben

Erstzulassung

05.02.1991




Unser Ziel war am 10.04.2010 in Basdorf, bei den COOPER TIRES OFF ROAD-CUP, unseren ersten Triallauf zu absolvieren. Zu diesem Zweck sind alle schweren, unnötigen und sperrigen Teile entfernt worden.

Leider waren auf die schnelle keine Räder und Felgen aufzutreiben, welche unser Budget nicht zu stark belastet hätten. Mangelnde finanzielle Mittel sind bis heute der Grund für eine langsame Durchführung aller Umbaupläne oder technische Ausstattungen. Der eine oder andere von Euch kennt diese Sorgen vielleicht auch.

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So sind wir in Basdorf in der Klasse N2 (Neueinsteiger,Klasse 2) angetreten






Trotz unserer mangelhaften Ausstattung, Reifen und noch montierten Kotflügelverbreiterungen waren unsere Ergebnisse gar nicht schlecht. Natürlich haben wir gemerkt wo unsere Grenzen sind. Es ging darum Erfahrungen zu machen. Serie und Verbesserte hatten schwereres Gelände. Da trauten wir uns noch nicht ran. 



Manchmal hilft auch Erfahrung nicht !!! Da gewinnt die Physik.

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Nun wussten wir wo Verbesserungspotential ist.

Reifen schlecht, Kotflügelverbreiterung schlecht, Bodenfreiheit ungenügend, Differenzialsperre - zu teuer.

Leider taten sich Abgründe beim Entfernen der Verbreiterungen auf - ergo, Schweißarbeiten. Reifen waren jetzt im Budget, Sprengringfelgen gab's bei einer Internetverkaufsplattform, die mit e anfängt, allerdings mit Reifen drauf, die eher zu einem LKW passten.






Schweißen, dengeln, Reifen, Felgen, Kotflügel.................................................................usw., usw.

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Das Ergebnis unserer Arbeiten wurde leider erst in Pasewalk präsentiert, durch ein zwischenzeitlich, gesundheitlich schwächelndes Crew- Mitglied.

Aber seht selbst .


Video


Unsere Veränderungen haben funktioniert. Im Grunde ist das Auto erst ab hier ein Offroadfahrzeug. Ergebnisse

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Anfang 2011 musste ein Name für das Auto her. Schließlich verbindet man sich ja etwas mit seinem Spielgerät. Nach einigen Vorschlägen einigten wir uns auf das, was er im Grunde ist, ein Kugelbestatter. So kam der Name zu Stande und damit es etwas bösartiger aussah, musste ein Totenschädel mit rauf.

Hosenträgergurte, verblenden von klaffenden Lücken im hinteren Innenraum, eine Hecktürverkleidung und die Entfernung der Mittelkonsole rundeten die Inneneinrichtung ab.

Jetzt war er geboren,

''THE BULLET UNDERTAKER''

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So traten wir zu den Offroadtagen in Paaren, vom 18.03.2011 - 20.03.2011 an. Dort ist keine Wertung zu erwarten, sondern Show und Werbung für unseren Sport. Das Publikum war sehr interessiert und dankbar für den Mitfahrservice und teilweise konnten sie auch selbst fahren, wenn die Fahrzeugbesitzer es zuließen.





Durch die enormen Verschränkungspassagen über das komplette Wochenende, haben wir uns unser Auto kaputt gefahren. Schließlich ist man dort nur in der Lage ein paar Sandhügel aufzuschütten, Gelände sucht man vergeblich. Somit ist es ein Verschränkungskurs geworden, den wir mangels Differenzialsperre mit Schwung fahren mussten. Das ging auf das Material.


Bilanz:

Längslenker hinten rechts gebrochen, ein Stein, der zwischen Unterfahrschutz und Tank eingeklemmt war, hat sich bei einem Aufsetzer in den Tank gebohrt.



Einen Längslenker zu bekommen war schier unmöglich, außer neu, Budget, erinnert Ihr Euch! Somit war schweißen angesagt. Im Nachhinein die bessere Idee, erstens preiswert, zweitens haltbarer durch die Verstärkung.



Beim Tank mussten wir erfinderischer sein. Die Regeln besagen eine unveränderte Tankunterseite in der Serie, bzw. den Neueinsteigern. Ein Ersatz war nicht gebraucht zu bekommen und wenn, waren die Preise nahe der Neuteilpreise.



Also hieß die Lösung, Tank im Tank. Jetzt ist der Tank aus V2A und fast unkaputtbar, fasst 23l, was mehr als ausreichend ist. Benzinpumpe und Geber sind original. Den Unterfahrschutz ließen wir weg, = weitere 2 cm Bodenfreiheit.


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Nun war es Zeit für den ersten Wertungslauf des Jahres 2011 im "COOPER TIRES OFF ROAD-CUP". Der fand in Rüdersdorf am 09.04.2011 statt. Da wir in der Regel im Auto sitzen, ist es immer schlecht möglich, Fotos in Action zu machen. So bleibt oft nur das Davor oder Danach. 



Die Reparaturen haben funktioniert. Die Konkurrenz in unserer Klasse bestand aus einem Gegner, mit einem sehr fetten Handicap. 

Ergebnisse   

Unsere Niederlage, aber auch die eigene Unzufriedenheit über die Möglichkeiten unseres Undertakers, haben uns zu kleinen aber wertvollen Änderungen veranlasst.






Der Lenkeinschlag war zu gering. Ständiges Zurücksetzen auf engen Kursen treibt die Punktezahl nach oben. Wir haben jetzt 2m weniger Wendekreis. In der Karosse musste mit einem großen Hammer Platz geschaffen werden, damit die Räder nicht schleifen. Unterlegscheiben auf den Radbolzen schaffen noch mal Platz. Die müssen irgendwann richtigen Distanzscheiben weichen.




Da keine Sperre vorhanden ist, muss das Defizit durch mehr Verschränkung ausgeglichen werden. Die Hinterachse ist beweglich genug, der Vorderwagen noch zu steif. Die Anschlagpuffer an den unteren Dreieckslenkern müssen so bleiben, sonst schleifen die großen Räder beim Einfedern im Kasten. Nach unten ist immer Platz. Durch das Reduzieren der Anschlagpuffer an den oberen Dreieckslenker, ist mehr Negativfederweg in der Vorderachse möglich = längerer Kontakt zum Boden. Die Anschlagpuffer gänzlich zu entfernen ist evtl. noch eine Option.


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Unsere Änderungen haben am 14.05.2011, 2. Wertungslauf, in Basdorf Früchte getragen. Der Wendekreis ist uns sehr zu Gute gekommen. Da in einigen Passagen eine Differenzialsperre oder gute Verschränkung notwendig waren, ist auch das Kürzen der Puffer wertvoll gewesen. Wir hatten keinen Abbruch und waren mit dem Handling des Undertakers sehr zu frieden. Leider haderte ein Crewmitglied mit der eigenen Leistung. Wir haben aber alle mal einen guten Tag gehabt und die Konkurrenz war diesmal stärker vertreten. Die Ergebnisse an diesem Tag waren zufriedenstellend.Wir werden das Auto technisch unverändert im nächsten Lauf belassen.

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Wir sind technisch nahezu unverändert im Jahr 2011 durchgefahren. Unsere Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend gewesen. Leider hat ein Crewmitglied den letzten Lauf in Basdorf ausgelassen und somit den zweiten Platz in der Jahreswertung verpasst.   Da der erste Platz in der Jahreswertung für uns aber sicher war, hat Stöpsel aus Spaß schon mal in der Serie, S4, mitgemacht. Und siehe da, es war fast das Treppchen drin (knapp daneben ist auch vorbei), trotz erneuten Bruch, diesmal des anderen Längslenkers. Ein Spanngurt half die Achse nicht zu verlieren, Und so ging's bis in den letzten Durchgang.


Die Tageswertung ergab 4. Platz, was auf Grund des Defektes bemerkenswert war. Es geht also auch in der Serie ohne Differenzialsperre. Unsere Jahres- Ergebnisse und die Erfahrung in einem Serienlauf haben bei uns zur Entscheidung geführt, ab 2012 die Serie zu unserer Herausforderung zu machen. Wir haben nicht den Anspruch auf die Ränge zu fahren, wollen aber trotz technischer Unterlegenheit im Mittelfeld landen --- mal sehen.